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Erfolge

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08.06.2017
 
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Petkovic bietet K&S Schüler auf

Vladimir Petkovic hat sein Kader für das WM-Qualifikationsspiel gegen die Färöer nominiert.
Manuel Akanji, ehemaliger Schüler der K&S Zürich, ist der einzige Neuling im Schweizer Kader gegen die Färinger. Der Innenverteidiger, der seit 2010 für die Nachwuchs-Auswahlen des SFV auflief, überzeugte beim FCB in der Rückrunde nach längerer Verletzungspause und erkämpfte sich einen Stammplatz. Der 21-Jährige rückt nach seinem ausgeheilten Kreuzbandriss für den gesperrten Fabian Schär und den verletzten Léo Lacroix ins A-Nationalteam auf. Akanji ist der einzige Debütant im Kader für das sechste WM-Qualifikationsspiel der Schweiz.

Gregor Kobel, Ulisses Garcia, Anto Grgic (ehemaliger K&S Schüler) und Djibril Sow (ehemaliger K&S Schüler), die in den letzten anderthalb Wochen im Camp in Neuenburg ihre ersten Erfahrungen im A-Nationalteam gemacht haben, figurieren nicht im Kader. Sie werden am Sonntag wie Albian Ajeti und Denis Zakaria aus dem erweiterten Kader ins Trainingslager der U21 einrücken. Diese startet am 13. Juni in Biel gegen Bosnien-Herzegowina in die EM-Qualifikation.

Prominente nicht mehr dabei

Nicht aufgeboten worden sind im Vergleich zum letzten WM-Qualifikationsspiel gegen Lettland (1:0) nebst Schär, Lacroix und Zakaria Renato Steffen (Basel), Valentin Stocker (Hertha Berlin) und Shani Tarashaj (Eintracht Frankfurt & ehemaliger K&S Schüler).

Das Team von Vladimir Petkovic führt die Tabelle der Gruppe B nach einer bisher makellosen Kampagne drei Punkte vor Europameister Portugal an. Das übernächste Spiel bestreitet die Schweiz am 31. August in St. Gallen gegen Andorra.

Die K&S Zürich ist bei diesem Länderspiel mit sensationellen 4 (!) Spielern vertreten. Und weitere haben gute Chancen bald einmal aufgeboten zu werden.

Herzliche Gratulation!

Das Schweizer Aufgebot für das WM-Qualifikationsspiel auf den Färöer-Inseln (Freitag, 9. Juni, in Torshavn):
Tor: Roman Bürki (Borussia Dortmund), Marwin Hitz (Augsburg), Yann Sommer (Borussia Mönchengladbach). Verteidigung: Manuel Akanji (Basel & ehemaliger K&S Schüler), Johan Djourou (Hamburger SV), Nico Elvedi (Borussia Mönchengladbach & ehemaliger K&S Schüler), Timm Klose (Norwich City), Michael Lang (Basel), Stephan Lichtsteiner (Juventus Turin), François Moubandje (Toulouse), Silvan Widmer (Udinese).
Mittelfeld: Valon Behrami (Watford), Blerim Dzemaili (Montreal Impact), Edimilson Fernandes (West Ham United), Gelson Fernandes (Stade Rennes), Fabian Frei (Mainz 05), Remo Freuler (Atalanta Bergamo), Admir Mehmedi (Bayer Leverkusen & ehemaliger K&S Schüler), Xherdan Shaqiri (Stoke City), Granit Xhaka (Arsenal), Steven Zuber (Hoffenheim & ehemaliger K&S Schüler).
Sturm: Eren Derdiyok (Galatasaray Istanbul), Haris Seferovic (Eintracht Frankfurt). (fal/sda)

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Ein König für die Nati-Innenverteidigung


In Thun gab FCB-Verteidiger Manuel Akanji nach einem Kreuzbandriss sein Liga-Comeback. Und in Thun rückt er erstmals ins Camp der A-Nati ein.
Bisher hat Manuel Akanji die Spiele der Nati nur am TV verfolgt. Beim 2:0-Sieg der Schweiz in der WM-Qualifikation gegen Europameister Portugal sei er auch im Stadion gewesen, zumal die Begegnung im Joggeli ausgetragen wurde. Gegen die Portugiesen sah er dann, wie Breel Embolo, dessen Rückennummer 36 er beim FCB als Erinnerung an seinen besten Freund trägt, nach 24 Minuten das 1:0 erzielte. Akanji hätte es sich nie erträumt, dass er neun Monate später selber mit der A-Nati die Vorbereitung auf ein Qualifikationsspiel in derselben Kampagne mitmachen würde. Jenes gegen die Färöer, gegen die die Schweiz am Freitag auswärts spielt.

Am Montag rückte der Basler Innenverteidiger erstmals ins Naticamp in Spiez ein. Am Abend trainierte er mit Lichtsteiner, Behrami und Co. in der Stockhorn-Arena und fühlte sich laut eigenen Aussagen pudelwohl. Dass es so positiv schnell gegangen ist, freut den 21-Jährigen. Aber er fügt an: «Ich habe auch hart dafür gearbeitet.»

Laune des Schicksals

Auch ein Kreuzbandriss im März 2016 liess ihn nicht zweifeln. Er sei nie wirklich «down» gewesen, vielmehr habe er versucht, immer positiv zu bleiben. Fast genau ein Jahr später gab er in Thun sein Comeback mit Rotblau und spielte so abgeklärt, als sei er nie weg gewesen. Seine konstant guten Leistungen sind Nati-Trainer Vladimir Petkovic nicht entgangen. Als Lohn gab es nun das erste Aufgebot. Was für eine Laune des Schicksals – wieder in Thun!

«Er hat nach seiner Verletzung einen guten Job gemacht», sagt Petkovic, der Akanji nicht nur die letzten Monate beobachtet hat, sondern auch schon zuvor bei Winterthur. «Wir brauchen im Kader eine gewisse Breite, auf dieser Position sowieso», sagt der Nati-Trainer. «Manuel hat viel Qualität und ist ein physisch starker Spieler. Er hat bei Basel gezeigt, was er kann, und mit zwei Titeln hat er viel Selbstbewusstsein gewonnen. Er ist interessant für die Zukunft, aber auch für jetzt. Ich bin sicher, dass er uns sofort zeigt, was wir von ihm erwarten.»

Vieles richtig gemacht

«Das Aufgebot ist für mich ein Zeichen, dass ich vieles richtig gemacht habe», sagt Akanji bei seinem ersten Interview im Dress der A-Nati. Und was für Qualitäten bringt er ein? «Ich spiele gerne von hinten heraus und kann das mit links und auch mit rechts. Meine Schnelligkeit könnte bei einem Konter ein Vorteil sein, vor allem gegen Teams, die sich gern hinten hineinstellen. Ich bin auch zweikampfstark.»

Murat Yakin lobte einst seine Technik, die Abgeklärtheit und die kluge Spielauslösung. Was weder der eine noch der andere sagt: Der Verteidiger sucht auch gern den Weg in den gegnerischen Strafraum – das zeigen seine vier Saisontore (15 Ligaspiele). Wäre es nicht ein Märchen, wenn er auch in der Nati träfe? «Das ist jetzt nicht das Thema», antwortet er unaufgeregt, auch wenn er sich das zutraut.

Er wäre die Krönung. Obwohl – eine Krone hat er sich schon auf den linken Unterarm tätowieren lassen, denn das afrikanische Obafemi bedeutet auf Deutsch nichts anderes als König.

(Die Texte sind „20Minuten“ entnommen)